Auf der L85 kam es in Potsdam-Mittelmark in der Nacht zu Montag zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem zwei Personen getötet und eine Person schwer verletzt wurden.

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr gegen 0.20 Uhr ein 24-jähriger Rover-Fahrer aus dem Landkreis Teltow-Fläming die L 85 aus Richtung Jeserig kommend in Richtung Nichel. Im Bereich einer Rechtskurve kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte zunächst leicht mit einem Baum. Von dort schleuderte der Pkw quer über die Fahrbahn und kollidierte dann im Bereich der Beifahrertür mit einem weiteren Baum, an dem er dann auch zum Stehen kam.

Die drei Insassen wurden im Fahrzeug eingeklemmt. Der 24-jährige Fahrer sowie dessen 20-jähriger Beifahrer verstarben noch an der Unfallstelle. Ein weiterer 20-Jähriger, der auf der Rücksitzbank saß, wurde schwer verletzt. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Aufgrund des Unfalls und den damit verbundenen Rettungs- und Bergungsmaßnahmen von Polizei und Feuerwehr musste die L 85 für zwei Stunden voll gesperrt werden.

Der Gesamtschaden beläuft sich auf 6.000 Euro. Die Ermittlungen der Kripo zur genauen Unfallursache dauern an.

Quelle: MAZ, 09.01.2012

 

Bildquelle: spreepicture

 

17 Stunden Löscheinsatz zu Silvester

 

RÄDIGKE -Am vorletzten Abend des alten Jahres ist erneut eine Halle auf der ehemaligen Fläming-Sortieranlage in Neuendorf (bei Niemegk) in Brand geraten. Diesmal war es ein 70 x 30 Meter großes Gebäude, hinter dem Tanklager am Wald gelegen. Darin waren Bauschutt, Plastik- und Mischabfälle gelagert, die ein Raub der Flammen geworden sind.

Ein Dorfbewohner hatte um 19.14 Uhr Alarm geschlagen. Aus der Erfahrung des Brandes vor fünf Wochen an quasi gleicher Stelle ist von der Leitstelle Brandenburg/Havel ein Großeinsatz ausgelöst worden. 250 Kameraden mit 60 Fahrzeugen aus dem gesamten Landkreis Potsdam-Mittelmark sind nach und nach zum Löschen angerückt. Der Niemegker Amtswehrführer Matthias Jentsch übernahm die Einsatzleitung. Ihm zur Seite stand der stellvertretende Kreisbrandmeister Jens Heinze aus Treuenbrietzen.

Zwischenzeitlich musste ein Übergreifen des roten Hahns, der das Dach bereits großflächig zum Einsturz gebracht hatte, auf den nahen Wald verhindert werden. Weil die Fahrzeuge von der betreffenden Seite nicht herankamen, war es praktisch nicht möglich, einen Riegel zu setzen. Für andere Dinge gibt es bereits eine gewisse Routine. So ist erneut eine Wasserspeisung aus der Plane aufgebaut worden. Da der Wind aus Nordwesten blies, kam es dieses Mal nicht zu Sichtbehinderungen auf der nahen Autobahn.

Ungeachtet des Geruches von verbranntem Plastik hat laut Angaben der Polizeidirektion West keine Gefahr für die Gesundheit der Einsätzkräfte und Anwohner bestanden. Der Messwagen des Landratsamtes Bad Belzig hat vor Ort jedenfalls keine toxischen Emissionen feststellen können. Allerdings sind Reifenschäden an zwei Löschfahrzeugen sowie an einem Radlader zu verzeichnen. Silvester gegen 12 Uhr, nach fast 17 Stunden, galt der Einsatz als beendet. Dann konnte die eigens gesperrte Landstraße 83 wieder frei gegeben werden.

Die Ursache des Feuer ist noch nicht geklärt. Angesichts der äußeren Bedingungen liegt freilich die Vermutung der Behörden nahe, dass es sich um Brandstiftung handelt. Die Kriminalisten sind noch mit den Ermittlungen befasst. (Von Andreas Koska)

 

Quelle: MAZ 02.01.2012

 

 

Zwei Tote bei Massenkarambolage auf Autobahn 9

Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 9 hat es am Dienstagabend zwei Tote und neun Verletzte gegeben.
Nach Polizeiangaben waren zwischen Klein Marzehns und Niemegk im Brandenburger Landkreis Potsdam-Mittelmark acht Lastkraftwagen und 16 Autos aufeinandergeprallt. Die A 9 wurde in beide Richtungen voll gesperrt, am Mittwochmorgen wurde die Fahrbahn Richtung Leipzig wieder freigegeben. In Richtung Berlin bleibt der Abschnitt zwischen Klein Marzehns und Niemegk voraussichtlich noch bis zum Mittag gesperrt, wie ein Polizeisprecher dem rbb sagte.
Rauch und Nebel behinderten Sicht
Ausgelöst wurde der Unfall offenbar durch schlechte Sicht wegen starken Rauchs - eine nahegelegene Lagerhalle war in der Nacht zu Dienstag in Brand geraten. Die Polizei hatte deshalb bereits während des ganzen Tages vor schlechter Sicht gewarnt. Zudem sei kurz vor dem Unfall Nebel aufgekommen, so die Polizei.
Ersten Erkenntnissen zufolge hatten mehrere Autos einen Lkw überholt, als sie in den Nebel oder in eine Rauchwolke hinein fuhren. Der Fahrer des Lasters bremste, wodurch sich Lkw und Anhänger quer auf die Fahrbahn stellten. Dann rasten zahlreiche weitere Fahrzeuge in die Unfallstelle. Teilweise soll es nur eine Sichtweite von unter zehn Metern gegeben haben
Einige Fahrzeuge waren regelrecht ineinander verkeilt. Die Bergung habe sich schwierig gestaltet, sagte der Polizeisprecher. Die Feuerwehr habe mit schwerem Gerät anrücken müssen, um die Toten und Verletzten aus den Fahrzeugen zu bergen. Die Toten befanden sich in Pkws, zur Identität gibt es noch keine Erkenntnisse.

Die Massenkarambolage ereignete sich um 19.38 Uhr in Fahrtrichtung Berlin. Die Unfallstelle erstreckte sich über 500 Meter. Trümmerteile flogen bis auf die gegenüberliegende Fahrbahn. Insgesamt waren über 100 Rettungskräfte im Einsatz, einige wurden von Notfallseelsorgern betreut. Ein Polizeisprecher sagte, den Einsatzkräften habe sich ein "grausames Bild" geboten.

Die Polizei will nun den genauen Unfallhergang und die Ursache des Brandes in der Lagerhalle ermitteln. Kriminalpolizei und Unfallsachverständige werteten bisher unter anderem die Fahrtenschreiber der Lkw aus.

 

Quelle: rbb-online.de 23.11.2011

 

mehr Bilder unter:

https://picasaweb.google.com/111563645259385923390/MassenunfallAufDerA9?feat=flashalbum

 

Großeinsatz der Feuerwehren auf der ehemaligen Fläming-Sortieranlage

RÄDIGKE - Als Anwohner Erwin Scholz es vorgestern Nacht gegen 23 Uhr draußen knistern hörte, standen die Abfallberge der ehemaligen Fläming-Sortieranlage in Neuendorf bereits lichterloh in Flammen. Sein Notruf löste einen der größten Feuerwehreinsätze im Landkreis Potsdam-Mittelmark aus. Dutzende Lösch- sowie Spezialfahrzeuge, Drehleitern und im ersten Schub bis zu 180 Kameraden steuerten das gut 16 000 Quadratmeter große Areal an. Zudem rückten die Katastrophenschutzeinheit Potsdam-Mittelmark, diverse Versorger und gestern Vormittag auch die Brandschutzeinheit des Landkreises Teltow-Fläming an. Ein Feuerwehrfahrzeug des Flughafens Berlin-Schönefeld brachte Grundmaterial für Löschschaum. Besorgte Blicke der Einsatzleitung gingen immer wieder zu den aufsteigenden, dicken Rauchwolken. Sie beeinträchtigten nicht allein die Arbeit der Kameraden vor Ort, sondern auch den Verkehr auf der Autobahn 9 und die Luftqualität in Neuendorf und Rädigke. Einwohner wurden frühzeitig gewarnt, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ein ABC-Erkundungsfahrzeug war mit Blick auf die Gesundheit der Kameraden zur Schadstoffermittlung angerückt, hat aber keine toxischen Belastungen festgestellt, hieß es vor Ort. Auch Experten des Landesumweltamtes Brandenburg bestätigten die Messergebnisse, informierte Niemegks Amtsdirektor Thomas Hemmerling später. Sogenannte Aerosole wie zum Beispiel Russpartikel waren in einer Entfernung von 300 Metern schon nicht mehr nachweisbar. Daher gäbe es keine akute gesundheitlichen Gefahren für die Menschen in der Umgebung. Anlass zur Besorgnis bestand genug. Denn der ehemalige Anlagenbetreiber, Andreas Beiler, hatte in den 1990er-Jahren die ehemalige Kartoffelsortierhalle samt Freiflächen mit unsortierten Abfall vollkippen lassen – bis zu fünf Meter hoch. Bauschutt, Folien, Kunststoffe, Reifen, Pappe und anderes mehr lagerten dort, bis sie jetzt in Flammen aufgingen. Die Löscharbeiten wurden erschwert, weil die brennenden Abfallberge nur schwer zugänglich waren. Rettungsschneisen, wie sie längst in einem Brandschutzgutachten gefordert wurden, fehlten komplett. Somit blieb der Feuerwehr nur, die Flammen von oben zu bekämpfen. Dabei kamen Drehleitern und Hublöschfahrzeuge zum Einsatz. Schon während der Löscharbeiten haben die Verantwortlichen diskutiert, wer die zweifellos enormen Kosten des Einsatzes tragen wird. Darauf gab es freilich noch keine Antwort. Der Eigentümer des Geländes, Hartz-IV-Empfänger Maik Neufeld aus Halle/Saale, war gestern nicht erreichbar. Die Löscharbeiten sollen voraussichtlich auch heute noch andauern. (Von Gunnar Neubert)

 

Quelle MAZ 23.11.11

 
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